Ungerer, Tomi

1931 am 28. November in Strasbourg als Jean Thomas Ungerer geboren
1953 eingeschrieben an der Ecole Municipale des Arts Décoratifs in Strasbourg
1954 arbeitet als Schaufensterdekorateur und Werbezeichner für lokale Unternehmen
1956 Schiffsreise nach New York, mit 60 Dollar in der Tasche und mit einer Mappe voller Zeichnungen und Manuskripte
1957 sein erstes Kinderbuch "The Mellops Go Flying" erscheint im Verlag Harper & Row und erhält den berühmten Preis des "Spring Book Festival"; er gestaltet Werbekampagnen, arbeitet für das Fernsehen und zeichnet für die Zeitschriften "Esquire", "Life", "Holiday", "The New York Times"; Bekanntschaft mit Daniel Keel, dessen Züricher Verlag Diogenes die Mehrzahl von Ungerers Büchern publizieren wird
1962 unter Schirmherrschaft von Willy Brandt widmet die Stadt Berlin Tomi Ungerer seine erste große Ausstellung
1975 große Ausstellung im Musée d'Art Moderne in Strasbourg; im Diogenes Verlag erscheint "Das Große Liederbuch", eine Sammlung alter deutscher Volkslieder mit Illustrationen des Künstlers
1979 die Bücher "Babylon" und "Politrics" erscheinen, deren Zeichnungen die zeitgenössische Gesellschaft und Politik persiflieren; Ungerer schenkt der Stadt Strasbourg über 3 000 Zeichnungen
1981 erste große Retrospektive im Musée d'Arts Décoratifs in Paris
1990 Ungerer gründet in Strasbourg die Gesellschaft "Kulturbank" zur Förderung des deutsch-französischen Kulturaustauschs; in Paris wird Tomi Ungerer der Orden der Ehrenlegion verliehen; anlässlich des internationalen Tierschutzkongresses in Basel werden die Zeichnungen zum Buch "Amnesty Animal" ausgestellt, die Ungerers Engagement für den Tierschutz bezeugen
1991 aus Anlass seines sechzigsten Geburtstages wird der erste Band von Ungerers Erinnerungen "A la guerre comme à la guerre" ("Im Krieg ganz wie im Krieg") veröffentlicht; der Stadt Strasbourg überläßt Ungerer eine weitere Schenkung von über 4 500 Zeichnungen
1993 für seinen Einsatz für die deutsch-französischen Kulturbeziehungen wird Ungerer das Bundesverdienstkreuz verliehen; in deutscher Sprache erscheint "Die Gedanken sind frei", ein Buch über seine Jugenderfahrungen im Elsaß während der deutschen Besatzungszeit
1995 Tomi Ungerer wird der französische "Große Nationalpreis für Graphik" verliehen
1998 Ungerer erhält für seine Kinderbücher den "Hans-Christian-Andersen-Preis"
2001 Eröffnung des Tomi-Ungerer-Museums in Straßburg

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