Grass, Günter

1927 geboren in Danzig/Polen
1948 - 1952 Studium der Graphik und Bildhauerei an der Düsseldorfer Kunstakademie
1953 - 1956 Studium an der Hochschule für Bildende Künste in Berlin bei dem Bildhauer Karl Hartung
1956 - 1957 Erste Ausstellungen von Plastiken und Graphiken in Stuttgart und Berlin. Daneben beginnt Grass, schriftstellerisch tätig zu werden .In den ersten Jahren bis 1958 entstehen vor allem Kurzprosa, Gedichte und Theaterstücke, die nach seiner Aussage dem poetischen oder absurdem Theater zuzuordnen sind.
1958 Uraufführung seines Theaterstücks "Onkel, Onkel" in Köln, Verleihung des Preises der "Gruppe 47" für sein Manuskript "Die Blechtrommel"
1965, 1969 und 1972 Beteiligung an Wahlkampftourneen für die SPD, deren Mitglied er von 1982 bis 1993 ist
1968 Veröffentlichung des Buches "Briefe über die Grenze", ein Dialog zwischen dem tschechischen Schriftsteller Pavel Kohout und Grass zum Thema Prager Frühling
1983 Mitunterzeichner des "Heilbronner Manifest", in dem Schriftsteller, Künstler und Wissenschaftler wegen der Stationierung der Pershing-2-Raketen in der BRD öffentlich zur Wehrdienstverweigerung aufrufen
1989 Austritt aus der Akademie der Künste, weil diese aus Sicherheitsgründen eine Solidaritätsveranstaltung für Salman Rushdie verweigert hatte
1990 Grass spricht sich gegen eine deutsche Einheit über den Anschlußartikel 23 des Grundgesetzes aus und wirbt stattdessen für eine allmählich zusammenwachsende föderalistische deutsche Kulturnation
1993 Aus Protest gegen die Asylrechtsänderung tritt Grass aus der SPD aus.
1999 Günter Grass wird in Stockholm mit dem Literatur-Nobelpreis für sein Lebenswerk ausgezeichnet.
ab 1959 Der Roman "Die Blechtrommel" (1959, Verfilmung 1979), die Novelle "Katze und Maus" (1961) und der Roman "Hundejahre" (1963) zeichnen sich durch exzessive und provokative Sprache aus. Sie belegen einerseits seine Erzählkunst und begründen andererseits seinen Ruf als politischer Moralist.

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